Land of Ice and Fire

December 20, 2016  •  Kommentar schreiben

5 Tage Island im Herbst. Viel zu wenig Zeit, um dieses Land kennen zu lernen. Jeden Tag peitschender Wind, der unseren Mietwagen ordentlich durchschüttelt. Jeden Tag schüttet es, als gäbe es kein Morgen mehr. Die kurzen Sonnenpausen zwischen all den dunklen Wolken dauern selten  länger als die Zeit, die wir benötigen um in all unseren Winterklamotten aus dem Auto zu krabbeln. Als wir noch einigen Minuten im Freien trotz wasserabweisender Kleidung bis auf die Unterwäsche durchweicht sind, beginnen wir zu verstehen, warum die Flüge für Oktober so günstig waren. 
Und trotz allem ist Island ein Land, in das man sich sofort verliebt. Die raue Landschaft, die Farben der Natur - mehr braucht es gar nicht. Überall Vulkane, schroffe Felsen, traumhafte Wasserfälle und Strände mit schwarzem Sand. Dazu kommen noch die Leute, die einfach nur herzlich sind und so furchtbar stolz auf ihre paar Bäume im Garten (Bäume? Das sind doch keine Bäume?! Vielleicht Sträucher, aber doch keine Bäume!!) Allerspätestens bei den Schafen und Pferden, die über schier endlose Weiden ziehen, war es um mich geschehen. 
Genau deshalb hab ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein kleines Shooting zu machen. Mit Erla war schnell ein williges Model gefunden. Sie wohnt mit ihrer Familie auf einer kleinen Farm und hält Pferde. Mit ihrem Hengst Mári ging es dann steil bergauf, ein Shooting mit Aussicht und die zerklüfteten Felsen sollten unbedingt mit aufs Bild. Sie im Kleidchen mit Pferd vorneweg, ich wie eine Zwiebel eingepackt hinterher. Erla nahm es locker: Ich bin Isländerin, das ist warm für mich!" Am Ende des Shootings fiel dann übrigens Schnee, soviel also dazu, hihi.

 



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